Was aus der Gurlitt Sammlung wurde

Jetzt ist es amtlich. Der Kunstfund aus München geht an ein schweizer Museum. Lange wurde vor Gericht darüber gestritten, ob das Testament des umstrittenen Kunstsammlers Gurlitt aus München wirklich ausgeführt werden kann. Seine Cousine erhob schwere Zweifel am geistigen Zustand Gurlitts, als er dieses Testament geschrieben hatte und klagte – erfolglos. Jetzt geht die Gurlitt Sammlung also in die Schweiz, nach Bern. Nach Gurlitts Tod fand man in seiner schwabinger Wohnung viele bekannte, noch völlig unbekannte und lange Zeit als verschollen geltende Werke, u.a. von Max Liebermann, Franz Marc, Henri de Toulouse-Lautrec, Edvard Munch und Marc Chagall. Um die 100 Werke konnten inzwischen als Raubkunst identifiziert werden. Das schweizer Museum zeigt sich erleichtert über das Urteil des Oberlandesgerichts München und freut sich darauf, die Gurlitt Sammlung in naher Zukunft in einer Ausstellung zeigen zu können. Darüber hinaus geben sie Erlaubnis weiter nach Raubkunst zu forschen und die Provenienzforschung des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste zu unterstützen. So lässt sich vielleicht im Laufe der Jahre klären, wo diese Bilder herstammen.

Max Liebermanns

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