Kunstfotografie: Zeitgeschehen mal anders

Kunstfotografie kann die ganze Welt abbilden. Sie umfasst ein schier uferloses Feld thematischer Ausrichtung von Portrait- bis Aktfotografie, von Mode bis Architektur. Ausstellungen aller Art zeigen weltweit die Macht der Bilder. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie in einem besonderen Verhältnis zur Wirklichkeit stehen. Sie sind Zeugnisse vergangener Zeiten durch den Spiegel der Kunst betrachtet. Im Gegensatz zu reiner Dokumentation steht bei der Kunstfotografie immer auch der gestalterische Anspruch und die ästhetische Aussage im Vordergrund. Und diese lässt Rückschlüsse über Vorlieben und Strömungen der Entstehungszeit zu. Eine beeindruckende Ausstellung ist derzeit im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. Hier werden etwa 80 Werke einer der berühmtesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts präsentiert. Berenice Abbott hat auf eindrucksvolle Weise den Wandel festgehalten, der zwischen 1935 und 1939 in New York stattgefunden hat. Ihre Fotos zeigen Ruinen neben neu gebauten Wolkenkratzern, Armut neben Werbeplakaten. Sie dokumentieren eine Stadt, die bereits damals ebenso aufregend war wie heute. Die Fotos sind nicht nur äußerst informativ, sondern auch wunderschön

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